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Charly unser Graupapagei

 

Graupapageien besitzen ein namensgebendes überwiegend graues Gefieder, das Gesicht ist weiß und um die Augen unbefiedert, das Gefieder am Kopf heller. Die Wachshaut ist weiß, der Schnabel schwarz, die Iris gelb bzw. weißgelb. Weibchen sind wie Männchen gefärbt, oft etwas kleiner. Die Schwanzfedern sind leuchtend rot. Jungtiere besitzen ein leicht braungraues Gefieder am Rücken und Flügeln, sowie eine abweichende Schwanzfärbung. Die Iris färbt bei ihnen von schwarz über dunkelgrau, grau nach 6–8 Monaten nach weißgelb um.
 
Der Graupapagei ist in Afrika sehr verbreitet, unser Charly ist jedoch ein waschechter Bayer. Im Mai 1997 klopfte er von innen so lange an seiner Eierschale, bis diese aufbrach und er das Licht der Welt erblickte. Nach liebevoller Handaufzucht, kam er dann zu seinem 1. Besitzer nach München. Dort lebte er (soweit wir wissen) bis  Mai 2010. Danach kam er zu einer Familie nach Nürnberg, wo er weitere 3 Monate wohnte. Der Dame des Hauses war er aber zu "staubig" - deshalb wollte man ihn so schnell wie möglich wieder los haben....
 
Am Mittwoch den 04.08.10 las ich dann ein Inserat und rief dort kurzerhand an. Schon am nächsten Tag wurde er dann von meinem Mann, meiner Tochter und meiner Mutter abgeholt - ich musste leider arbeiten. Ich war natürlich sehr neugierig auf den Kerl und dachte mir, dass er bestimmt sehr fremdelt. Aber falsch gedacht! Charly fremdelte kein Stück, trällerte bereits ein paar Töne und sagt jedesmal wenn man das Zimmer verlässt oder wenn man eine Jacke anzieht "Tschau". Ein richtig netter Kerl!
 
Damit er auch möglichst viel Familienanschluss bekommt, steht sein Käfig im Wohnzimmer direkt neben unserer Essecke. Mir wurde vom Vorbesitzer gesagt, dass er das Ansprühen nicht gerne mag, also habe ich ihn geduscht und zwar nur so, dass er selbst bestimmen konnte ob er nun nass wird oder nicht. Es gefällt ihn und er staubt nicht mehr so. Man muss eben schauen, dass so ein Tier möglichst natürlich gehalten wird und regnen tuts ja in seiner ursprünglichen Heimat auch.
 
Natürlich muss Charly nicht den ganzen Tag in seinem Käfig verbringen, er darf raus wenn es möglich ist. Nur müssen wir sehr aufpassen denn er kann sehr gut fliegen und macht das auch. Ansonsten ist er ein sehr freundlicher Geselle, der nicht kreischt. Angst hat er auch keine, wenn er raus darf sucht er sich sofort einen Platz auf einer Schulter und von Frauen lässt er sich auch gerne streicheln. Ich muss auch zugeben, dass ich schon noch ein bisschen Respekt vor ihm habe, ich weiß ja was er mit seinem Schnabel anrichten könnte - aber wenn er zwickt (was auch mal passiert) so hält er sich doch sehr zurück. Ich bin überglücklich dass ich ihn habe - wir haben ihn schon alle ins Herz geschlossen!
 
*News*  13.08.10
Charly wird jeden Tag zutraulicher. Zuerst setzte er sich ja nur auf die Schulter und wenn er den Kopf nach unten geneigt hat, war er auch bereit am Hals und am Kopf gestreichelt zu werden. Ich hole ihn ja mehrmals am Tag raus und beschäftige mich mit ihm und jetzt brauch ich zum Rausholen auch keinen Stecken mehr. Er geht auf meine Hand und lässt sich rausheben und läuft dann gemütlich zur Schulter hoch. Sofort ist er streichelbereit und wenn ich nichts mache, zupft er vorsichtig an meinem Haar. Wenn ich dann immer noch nicht streichel, drückt er seinen Schnabel gegen meine Wange. Heute habe ich ihn auf mein Bein gesetzt und ihn etwas gekrault, er ließ sich sogar über den ganzen Rücken streicheln. Sein Wortschatz hat sich auch schon erweitert. Die Worte "Tschau", "Hallo" (in tiefer Stimmlage) und "Charly" sagte er schon von Anfang an, jetzt sagt er zusätzlich noch "Halloho" (in weiblicher Stimmlage), "horch a mol" und "joah".
 
Ich werde weiterberichten sobald er mehr spricht.
 

 

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