Der Unfall        

 

 

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 Unser erster Ausflug am Montag den 30. Mai stand für mich nicht gerade unter einem
     glücklichen Stern. Am späten Nachmittag als wir nach einer Tour von mehr als 250 km
   auf dem Heimweg zum Hotel waren, passierte es ......
   
   Auf einer schnurgeraden autobahnähnlichen Straße kam es aus zunächst unerklärlichen Gründen zum
   Sturz und das auch noch bei 90 km/h. Glücklicherweise konnte mein Schutzengel bei diesem Tempo
   noch mithalten, denn sonst würde ich den Radieschen beim wachsen zusehen, von unten wohlgemerkt!
   Gleich vorneweg, ich musste weder bremsen, schalten noch irgendwie sonst fahrerisch eingreifen. Es
   war eine Strecke um nur so dahin zu tuckern.
   
 

 

  H
 

 Hier ist es passiert, keine Schlaglöcher, keine Spurrillen, kein Ölfleck, nix!

   
 

   
 

 Hier nochmal von der anderen Seite gesehen.

   
   Meine Erinnerungen sind folgende: Ich fuhr so gemütlich mit etwas Abstand hinter Klaus her und dachte
   an nichts weltbewegendes. Ich spürte nur einen kleinen Ruck zur Seite, der jedoch so stark war, dass
   sich mein Motorrad aufstellte und mich regelrecht aus dem Sattel katapultierte. Ich hatte keine Chance
   den Sturz abzufangen. Mein Motorrad segelte wie ein Kreisel die Straße entlang und ich kullerte
   hinterher. Als ich dann endlich zum Liegen kam, hielt ich einen Moment lang inne, ich dachte jetzt
   kommt gleich das große Finale und der Nächste fährt über mich drüber und dann ist es mit mir vorbei.
   Nichts passierte, also stand ich schnell auf und lief an den Straßenrand. Klaus sah im Rückspiegel das
   mein Motorrad liegend auf ihn zum kam, die anderen Mitfahrer standen auch alle schon auf der Seite und
   jeder eilte zur Hilfe. Ein italienischer Autofahrer hielt ebenfalls an und war sehr hilfsbereit. Ob der hinter
   uns oder neben uns auf der Fahrbahn war, weiß ich nicht. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern wo der
   herkam. Günter fragte mich ob wir uns berührt haben, was ich aber auf den Autofahrer bezogen hatte
   und deshalb auch verneinte. Bis dahin dachte ich auch nicht, dass er evtl. jemanden anders meinen
   könnte. Naja, ich stand ja auch unter Schock!
   
   Klaus mein Mann hob mein Motorrad von der Straße auf, er dachte an einen technischen Defekt was aber
   nicht zutraf, es ließ sich problemlos schieben und sprang auch gleich wieder an. Auf der Straße sah man
   einen schwarzen Strich, der an eine Bremsspur erinnern könnte, der kam aber nicht von einem
   blockierenden Hinterrad sondern es war der Abrieb vom Motorsturzpad der linken Seite.
   Zum Glück war etwa 50 m weiter eine kleine Parkbucht mit Bushaltestelle mit Häuschen, dort schoben
   sie mein Motorrad hin und schauten was kaputt ist.
   
 

   
   Eine Begutachtung vom Motorrad, Kette, Ritzel, Flucht usw. ergaben keinerlei Fehler.
   Ich selbst spürte Schmerzen in der linken Hand ansonsten brannte mein ganzer Körper.
   Ich zog meinen Handschuh aus und dachte mir schon, dass da was gebrochen ist. Was in mir vorging
   lässt sich nicht beschreiben, es war eine Mischung aus Schock, Schmerz, Wut und Trauer weil mein
   Motorrad ziemlich demoliert war und ich wollte unbedingt ins Hotel und meine Knochen zählen. Ich fuhr
   mit Klaus zurück zum Hotel und dann ins Krankenhaus, während Werner und Günter mein Motorrad von
   der Unfallstelle holten (Danke den Beiden nochmals dafür!!!)
   
   Fazit: kleiner linker Finger gebrochen, mit Kapselriss und vermutlichen Bänderriss, schlimme Prellungen
   mit starken Hämatomen am ganzen Körper.
   
   mein Motorrad hat es noch viel schlimmer erwischt, das könnt ihr auf der nächsten Seite sehen.
   

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